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`!Georg Schmidt-Rohr`! (* `F33f`_`[24. Juli`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=24._Juli]`_`f `F33f`_`[1890`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=1890]`_`f in `F33f`_`[Frankfurt (Oder)`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Frankfurt_(Oder)]`_`f; † Ende Februar `F33f`_`[1945`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=1945]`_`f bei `F33f`_`[Meseritz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Meseritz]`_`f verschollen, am `F33f`_`[18. September`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=18._September]`_`f `F33f`_`[1949`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=1949]`_`f für tot erklärt) war ein deutscher Germanist und Soziologe. Im `F33f`_`[nationalsozialistischen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nationalsozialismus]`_`f Deutschland arbeitete er an der Grundlegung einer nationalbiologischen `F33f`_`[Sprachsoziologie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sprachsoziologie]`_`f und war Leiter der `*sprachsoziologischen Abteilung der SS`* im `F33f`_`[SS-Ahnenerbe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=SS-Ahnenerbe]`_`f.
>>Contents
• `F0af`_`[Werdegang`#werdegang]`_`f
• `F0af`_`[Schriften (Auswahl)`#schriften-auswahl]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Werdegang
Nach dem Abitur in Frankfurt/Oder studierte Georg Schmidt (der ab 1931 den Nachnamen Schmidt-Rohr verwendete und dies 1937 amtlich ändern ließ) ab 1910 Germanistik und Neuere Sprachen, erst an der `F33f`_`[Universität Berlin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Humboldt-Universität_zu_Berlin]`_`f, seit 1911 dann an der `F33f`_`[Universität Jena`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Friedrich-Schiller-Universität_Jena]`_`f. Er erwarb das Staatsexamen 1913 und nahm von 1914 bis 1918 als Freiwilliger am `F33f`_`[Ersten Weltkrieg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erster_Weltkrieg]`_`f teil. Während des Krieges wurde er 1916 mit einer Arbeit über `*Die Aufgaben der militärischen Jugendpflege in pädagogischer Beleuchtung`* zum Dr. phil `F33f`_`[promoviert`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Promotion_(Doktor)]`_`f. Seit 1920 war er als Studienrat in Frankfurt/Oder tätig. Seine Lehrertätigkeit wurde durch viele Studienreisen unterbrochen.
Schmidt war seit frühester Jugend in der `F33f`_`[Wandervogelbewegung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wandervogel]`_`f aktiv, in der er es auch zu überregionalen Führungspositionen brachte. Er war Mitbegründer des `*Kronacher Bundes alter Wandervögel`*.
1926 wurde sein Sohn `F33f`_`[Ulrich Schmidt-Rohr`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ulrich_Schmidt-Rohr]`_`f geboren.
1932 erschien sein Hauptwerk `*Die Sprache als Bildnerin der Völker`*. Die darin präsentierte Kritik am Rassegedanken führte zu einer breiten öffentlichen Diskussion und zu einem Ausschlussverfahren der `F33f`_`[NSDAP`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei]`_`f, der er zum 1. Mai 1933 beigetreten war (Mitgliedsnummer 2.508.230).`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f] Das Verfahren wurde eingestellt, Schmidt-Rohr galt aber weiterhin als politisch unzuverlässig, obwohl er sich in mehreren NS-Organisationen, wie seit 1934 im `F33f`_`[NSKK`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nationalsozialistisches_Kraftfahrkorps]`_`f und dem `F33f`_`[Bund Deutscher Osten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bund_Deutscher_Osten]`_`f`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f] engagierte. 1937 schrieb er in einem Beitrag `*Rasse und Sprache`* in der Zeitschrift für Deutschkunde: „Die Gesamtheit der vielfältigen unterschiedlichen Rassebegabungen, die im deutschen Volk vertreten ist, ist das deutsche Blut.“`:cite-ref-3[`F5bf`_`[3`#cite-note-3]`_`f]
1939 wurde er öffentlich rehabilitiert, seit 1940 war er für den `F33f`_`[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sicherheitsdienst_des_Reichsführers_SS]`_`f tätig. In seinem Beitrag `*Die Stellung der Sprache im nationalen Bewußtsein der Deutschen`* im Jahrbuch der deutschen Sprache aus dem Jahr 1941 gibt es folgende `F33f`_`[rassistische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rassismus]`_`f Aussage: „Erst die Bedrohungen auf der Blutebene riefen die Sorge und Forschung wach. Die Bedrohung war wesentlich von dreierlei Art: Sie zeigte sich als Überfremdung durch fremdes Blut und damit fremde Art, vor allem in dem Eindringen des Judentums.“`:cite-ref-4[`F5bf`_`[4`#cite-note-4]`_`f]
1943 wurde von der `F33f`_`[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Forschungsgemeinschaft_Deutsches_Ahnenerbe]`_`f eine Sprachsoziologische Abteilung eingerichtet, die Schmidt-Rohr leitete. Er arbeitete an einer nationalsozialistischen Theorie, die nicht rassentheoretisch, sondern sprachwissenschaftlich begründet war.
Schmidt-Rohr starb 1945 als Leiter einer `F33f`_`[Volkssturm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Volkssturm]`_`f-Einheit.
>>Schriften (Auswahl)
• `*Unsere Muttersprache als Waffe und Werkzeug des deutschen Gedankens`*, Jena: Diederichs, 1917.
• `*Die Sprache als Bildnerin der Völker. Eine Wesens- und Lebenskunde der Volkstümer`*, Jena: Diederichs, 1932. (Überarbeitete Neuauflage erschienen als: `*Mutter Sprache. Vom Amt der Sprache bei der Volkswerdung`*. Jena: Diederichs, 1933)
>>Literatur
• `F33f`_`[Ernst Klee`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ernst_Klee]`_`f: `*`F33f`_`[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Das_Kulturlexikon_zum_Dritten_Reich]`_`f. Wer war was vor und nach 1945.`* S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5.
• `F33f`_`[Utz Maas`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Utz_Maas]`_`f: `*Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933-1945.`* Eintrag zu Georg Schmit-Rohr (abgerufen: 15. April 2018)
• `F33f`_`[Gerd Simon`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gerd_Simon]`_`f: Schmidt-Rohr, Georg. In: `F33f`_`[Neue Deutsche Biographie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Neue_Deutsche_Biographie]`_`f. (NDB). Band 23. Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 224–225 (deutsche-biographie.de).
• Gerd Simon: `*Wissenschaft und Wende 1933. Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik am Beispiel des Sprachwissenschaftlers Georg Schmidt-Rohr`* (PDF; 137 kB). In: `*Das Argument`* 158, 1986, S. 527–542.
>>Weblinks
• Literatur von und über Georg Schmidt-Rohr im Katalog der `F33f`_`[Deutschen Nationalbibliothek`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsche_Nationalbibliothek]`_`f
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/38070517
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f Ernst Klee: `*Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.`* S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 531.
`:cite-note-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-3]`_`f Zitat bei Ernst Klee: `*Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.`* S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 531, vollständigeres Zitat bei Joseph Wulf: `*Literatur und Dichtung im Dritten Reich`*. Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1963, S. 414
`:cite-note-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-4]`_`f Vollständiges Zitat bei Joseph Wulf: `*Literatur und Dichtung im Dritten Reich`*. Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1963, S. 389.
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